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Meine tiefste Beschäftigung galt dem Buddhismus.
Ich fühle mich als Buddhist, seit meinem 13. Lebensjahr.
Etwa 1996 wurde es dann zunehmend „ernst“. Ich fing an, massenhaft Kurse zu besuchen, oft sehr ausgedehnte, von bis zu 17 Tagen Länge.
Der Buddhismus befriedigt meinen Kopf, weil er einfach ein rundes, in sich logisches Gedankengebäude darstellt.
Viele spirituelle Erfahrungen bestätigen zudem jene Aussagen, die nicht unmittelbar, sozusagen „labortauglich“ überprüfbar sind.
Doch im Jahr 2002 – auf einem buddhistischen Kurs im Harz – entdeckte ich dort in der Natur etwas, das mich ohne jedem Vorwissen sehr unmittelbar berührte.
Mein Geist war inzwischen genügend geschult, um jene feinen „Schwingungen“ wahrnehmen zu können, die gerade dort sehr präsent sind.
So fing ich an, mich für das nordeuropäische Heidentum zu interessieren und entdeckte, dass es in etlichen Dingen mit dem Buddhismus in Einklang zu bringen ist, sofern man sich nicht zu sehr an Details festbeißt, sondern nach gemeinsamen Essenzen sucht.
Ich entdeckte die sagenhaften, körperlosen Wesenheiten der Natur als Freunde.
Tiefste spirituelle Erfahrungen waren die Folge, als ich mich ihnen öffnete und ihnen als Freund und Schützer offenbarte! Es war, wie wenn sich eine Pforte für mich öffnete, zu einer Welt, die vorher verborgen war!
In Verbindung mit meiner buddhistischen Vorprägung wurde meine Spiritualität nun in einer Weise rund, dass sie auch, am Kopf vorbei, mein Herz ergriff.
Dort, im Harz, hatte ich die reale Begegnung mit einem recht mächtigen Spuk, dem ich aber, dank meiner reichen Meditationserfahrung und dank meiner neuen Freunde aus dem Elfenreich, die mir beistanden, unbeschadet gegenübertreten konnte.
Nicht ganz so unbeschadet überstand mein Cousin diese Begegnung, der mich an jenem Tag begleitete.
Diese Begegnungen bestätigten nun Aussagen meines buddhistischen Lamas über solche Wesenheiten. Aussagen von ihm, für die ich mich zuvor schämte, weil sie mir zu exotisch bzw. zu „spinnerig“ vorkamen.
Der Buddhismus hat in vielen Ländern volkloristische Prägungen erfahren, doch die Essenz ist makellos und erlebbar.
Der Buddhismus verneint auch nicht, dass es andere Wege gibt, die zur Weiterentwicklung, gar bis zu Erleuchtung führen können.
In der heidnischen Spiritualität fand ich nun solch einen anderen Weg, der gar nicht wirklich so anders ist.
Mein Interesse gilt nun den Parallelen. So nehme ich das Beste aus beiden Richtungen mit.
Normalerweise ist es ungünstig, verschiedene Richtungen „schwammig“ zu vermischen. Doch Buddha lebte in Asien, nicht in Europa.
Als Kind Europas bin ich mit der hiesigen Kultur aufgewachsen, habe hier meine Wurzeln.
Die asiatischen Stilrichtungen des Buddhismus haben wie erwähnt zum Teil volkloristische Prägungen erfahren, die für mich, als Nordeuropäer einfach zu fernöstlich sind, ungeachtet der Essenz dahinter.
So praktiziere ich nun eine europäische Spiritualität, mit dem soliden Fundament des buddhistischen Gedankengebäudes und erfahre das als sehr synergetische Kombination.
Denn leider sind die Quellen des Heidentums in der Regel eher dürftig oder gar zweifelhaft.
Dort fehlt mir das in sich geschlossene, logische, philosophische Gedankengebäude, welches ich im Buddhismus finde.
Dieses kombiniere ich daher mit der herzergreifenden Erfahrbarkeit der hiesigen, heidnischen Spiritualität.
Im Buddhismus werden Götter nicht geleugnet, jedoch wird es aus gutem Grund nicht als nützlich angesehen, sich mit ihnen „als Untertan“ zu beschäftigen.
So sehe ich diese auch mehr als so was wie Interessenspartner, wenn es darum geht, der Welt etwas von der nicht-absolutistischen Spiritualität wieder zu geben, die hier seit vielen Jahrhunderten durch die Kirche bekämpft wird.
Dabei akzeptiere ich vollkommen, dass die heidnischen Götter für andere Heiden eben tatsächlich als Götter gesehen werden.
Jeder steht da, wo er steht.
Mein Weltbild ist eher animistisch.
In der Natur ist ohnehin alles „beseelt“ (das Wort ist nicht ganz zutreffend).
Alles ist von Leben bzw. Bewusstheit erfüllt.
Alles im Universum steht auf manigfaltige Weise miteinander in Beziehung, kommuniziert miteinander.
Man ist von nichts wirklich getrennt.
Diese Ansicht finde ich - in unterschiedlichen Formulierungen - sowohl im Buddhismus, wie in der Quantenphysik, als auch im Heidentum.
Was ich suche, ist die Wahrheit, wie die Dinge sind.
Die Formulierungen mögen unterschiedlich sein. Auch die Auslegungen. Doch ich erkenne die Parallelen und bin gierig, mehr davon zu entdecken und zu erfahren!
Leider hat mich mit den Jahren eine Art Faulheit ergriffen, die mich nun schon seit Jahren davon abhält, buddhistisch zu meditieren. Nur noch selten besuche ich Kurse oder Vorträge.
Stattdessen öffne ich mich täglich den Elfen, opfere - nein widme - ihnen täglich beste, frische Nahrung und Getränk.
Für einen Buddhisten ist es sehr ungewöhnlich, aber nichts vermag so unmittelbar und tief mein Herz zu ergreifen und mein Innerstes zu öffnen, wie das „sich Einschwingen“ auf meine Elfenfreunde.
Kein Wunsch lockt mich mehr, als bei ihnen zu sein, in nahezu unberührter Natur.
Und bei den Nymphen „meiner“ Quelle im Wald. Bei meinen „sprechenden“ Felsen, meinen Baumfreunden, bei den Feen.
Dort, bei ihnen, spüre ich meine innere Heimat.
Statt sitzender Meditation schlendere ich nun lieber mit geöffnetem Bewusstsein durch die Natur. Erfahre die Dinge unmittelbar.
Beide Wege sind gut. Es währe sicher vorteilhaft, beides zu praktizieren. Doch im Laufe der Jahre ist bei mir so etwas wie Sättigung eingetreten, was den Buddhismus betrifft.
Noch immer fühle ich mich ihm verbunden, bin ihm dankbar, nutznieße aus dieser langjährigen Vorprägung und dem tiefen Wissen, sowie den Erfahrungen.
Doch offenbar brauche ich nun einen Ausgleich, den ich in der Beschäftigung mit dem nordischen Heidentum finde. Indem ich diesen in mich aufsauge und lebe.
Es ist mein Wunsch und Bestreben, dem Heidentum zu mehr Beachtung und Anerkennung zu verhelfen, da ich es für eine Bereicherung für die Welt halte!