LONDON - In Großbritannien hat ein Mann durchgesetzt, dass er nach seinem Tod gemäß der Hindu-Tradition im Freien über offenem Feuer verbrannt werden darf.
Die obersten Richter gaben nach jahrelangem Rechtsstreit am Mittwoch einem entsprechenden Begehren von Davender Ghai statt.
"Wenn ich jetzt morgen sterbe, dann werde ich friedlich scheiden", sagte der 1958 aus Kenia eingewanderte Ghai nach der Entscheidung.
"Denn ich weiß jetzt, dass ich einen guten Abschied haben werde." Jeder solle nach seiner Religion leben und auch sterben dürfen, fügte der 71-Jährige hinzu.
Der Rentner hatte 2006 in Northumberland in Nordengland einen Antrag auf einen Platz für eine traditionelle Hindu-Bestattung gestellt, was aber von den Behörden abgelehnt wurde.
Diese Entscheidung wurde zunächst in mehreren Instanzen bestätigt, nun aber gab das Oberste Gericht in London dem Kläger Recht.
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Aufgeschnappt im Net
Die Dinge kommen in Bewegung in Europa, jetzt brauchen wir nur noch einen mutigen Alt-Heiden, der eine Musterklage anstrengt, dann könnte ich mir im Erfolgsfall durchaus vorstellen, daß das penible Deutschland sogar lieber ein paar entsprechend ausgewiesene Kultplätze bereitstellt, als solche Verbrennungen im ganzen Land zu haben.