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Was hältst du denn von der Idee z.B. der Celtoi oder Asatru, die "alten Pfade" (von denen wir eigentlich ja nicht mehr viel wissen), wieder zu beschreiten und sie, notgedrungener Maßen in eine zeitgemäße Form zu überführen.
Also ich meine jetzt nicht, ob das o.k. ist (tue was du willst....), sondern ob das aus deiner (Thelema) Sicht Sinn macht, wegen des abgelaufenen Äons, usw.
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Außerdem scheint ja seit der Urzeit jeder von jedem abzukupfern,
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Aber gibt auch so eine Art "roten Faden"
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HORUS /Ra-Hoor-Kuit ect. der "herr des neuen Äons" ist ebenfalls ein solcher,nur das er eben in gerade diesem Punkt des ZYKLUS seine Schwingen ausbreitet und OSIRIS ablöst (soweit ich weis).
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Kannst du irgendwas verlauten lassen zum Äon des Wassermanns? Gibt es da bei euch eine Vorstellung wann es beginnt / begonnen hat? Oder Vorstellungen ob / was sich ändern wird ?
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Was das ASATRU betrifft kann ich dem nur zustimmen,das es zwar auf den ALTEN Grundlagen BASIERT,aber im heute "wieder-belebt" werden muß(...)Selbst die Harcore-Altheiden erschaffen Neu-Interpretationen,auch wenn sie es nur ungern zugeben wollen.
Zitat von »wurzala«
Ich kann sagen, dass ich eine Frau mit ganz viel Stolz bin, dass ich sehr wohl die Göttin in mir erkenne und lebe, aber auf die Emotionen wie Schuld, Scham und Mitgefühl möchte ich um nichts in der Welt verzichten.
Liebe Wurzala! Gimel hat dies schon sehr gut beschrieben. Es geht auch nicht darum, die von dir genannten Emotionen beiseite zu legen, es geht einfach darum, daß diese unsere Moralvorstellungen eben auf den christlichen Glauben basieren, wovon man sich freisagen will. Was sich nach Ansicht der Kirchenfürsten nicht geziemt, ist Sünde. Also haben wir diesen Leuten unsere Grenzvorstellungen zu verdanken. Schau, die ollen kelten z.B. kannten solche Vorstellungen gar nicht, die haben sogar nackt gekämpft. Oder man sehe sich die Naturvölker an, wo z.B. Barbusigkeit bei den Frauen als nichts Unanständiges gilt. Ich finde z.B. das jene Frauen, die sich ihre Befriedigung auch anderweitig holen, und davon trotzdem in einer funktionierenden, freidenkenden partnerschaftlichen Beziehung befinden, ziemlich modern...und nicht anstößig. Es ist einfach unsere Erziehung, die uns dahingehend beeinflußt hat, daß wir solchen Lebenssstilen etwas verstört gegenüberstehen...weil wir`s so gelernt haben, aber eben aufgrund der Vorgaben der christlichen Bibel; dieser haben wir unsere Moralvorstellungen zu verdanken. Schuld und Mitgefühl werden dadurch auch nicht herabgesetzt, wenn man sich das Credo "tue, was du willst, solange es niemanden schadet" vor Augen hält.
Persönlich besitze ich davon trotzdem ganz normale Moralvorstellungen, bin auch ein Verfechter von Treue...doch habe mich im Leben schon oft genug gefragt, ob diese Vorstellung nicht einfach eine gegenseitige Hinderung darstellt, sich auszuleben (vll. würde eine Beziehung sogar dadurch aufleben)...vll. ist ja einfach nur der Egoismus, der einen davon abhält, einem anderen "seinen Besitz" nicht zu gönnen...!??? Und so ist im Leben eben vieles für mich fragwürdig geworden, wie überhaupt die heutige Gesellschaft als solches.
Hallo Magic,
würde auf deinen Gedankengang gerne nochmal antworten. Möchte aber Gimels und Ulriks interessanten Dialog nicht stören oder zerreißen. Ist ja wieder eine andere Richtung. Vielleicht kann man ja ein neues Thema eröffnen?
Hab mich schon oft gefragt, ob die Moral dem freien Willen nicht ein Bein stellt.
Da sprichst Du etwas Wichtiges an, Ulrik, das mich ebenfalls seit Langem beschäftigt.
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Auch ich frage mich oft, wie tief wir von der christl. Moral geprägt sind, ob wir überhaupt in der Lage sind, diese Prägungen in unserem Denken / Empfinden aufzuspüren / zu identifizieren und wie es gehen kann, sich wirklich davon zu befreien.
Ich habe das Gefühl, dass in diesem Moralbereich das eigentliche "Verbrechen" der Kirche liegt.
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